lebendig trauern

Trauer ist kein Gefühl, es ist eine Fähigkeit des Lebens. Der Zwilling der Trauer ist die Fähigkeit das Leben zu schätzen und zu lieben. Wo immer du eine der beiden authentisch erlebst, ist die andere Fähigkeit nah .... Du kannst nicht über Trauer sprechen, ohne über die Liebe zum Leben zu sprechen. 

Stephen Jenkinson - 

Verluste und Schicksalsschläge sind keine Ausnahme, sondern ein Grundprinzip des Lebens und Nährboden für Wachstum und Entwicklung. 
Die natürliche und notwendige Antwort auf Veränderung sind unsere Trauer-Gefühle, zu denen Wut, Verzweiflung, Anklage, Schuld- und Liebesgefühle gehören. Trauer geschieht nicht einfach, es ist vielmehr eine menschliche Fähigkeit, die wir entwickeln und nutzen können, um mit Veränderungen umzugehen. 

 

Trauer ist damit keine Krankheit, sondern eine wichtige Lebensressource und muss nicht beschwerlich überwunden, ver- oder bearbeitet oder gar therapiert werden. Stattdessen brauchen wir zeitgemäße Möglichkeiten,  Konzepte, Leitbilder und vor allem eine mitfühlende Gemeinschaft, damit wir unsere Gefühle wahrnehmen, fühlen und ausdrücken können.

Trauer reguliert sich selbst, Trauer fließt, Gefühle ziehen wie dunkle Wolken vorbei, wenn wir ihnen Raum und Zeit geben und sie wohlwollend, als Mitteilung – von und an uns selbst – annehmen und akzeptieren.

Dort, wo wir uns in unserer Kultur von einem unbefangenen Umgang mit unseren Gefühlen entfernt haben, wo Depressionen, Burn-Out, Ängste, Konsum und Beziehungsunfähigkeit unserer Lebendigkeit begrenzen, können wir die Trauer als Ressource wieder entdecken.

 

Um den gesunden Umgang mit Trauergefühlen zu üben, entwickelte der Psychologe, Therapeut und Trauerforscher Dr. Jorgos Canacakis die MYROAGOGIK© und daraus das kreative Lebens-und Trauerumwandlungs-Modell (LTUM). Es schafft jene Bedingungen, die Sicherheit, Schutz und liebevolle Anteilnahme ermöglichen, um das Weg weisende Licht in der Trauer zu entdecken und uns mit der tiefen Bedeutung und Weisheit der Trauer zu verbinden.